Google Maps ist die größte verifizierte Datenbank lokaler Unternehmen weltweit. Mit der richtigen Suchlogik erledigen Sie in Minuten, wofür Ihr Vertriebsteam sonst Wochen bräuchte. In dieser Anleitung erklären wir Schritt für Schritt den gesamten Prozess – von der Zielgruppendefinition bis zum Import der Liste ins CRM.
Verwandeln Sie Ihre Zielgruppe in eine präzise Suchanfrage
Eine gute Leadliste beginnt mit einer guten Definition. Statt breiter Begriffe wie „kleine Unternehmen“ sollten Sie auf drei Komponenten herunterbrechen, die die Suchmaschine versteht: Branche, Standort und Qualitätsmerkmal. Eine Suche wie „Zahnarztpraxis Berlin Mitte“ liefert ein deutlich brauchbareres Ergebnis als „Gesundheitswesen“.
Probieren Sie für dieselbe Branche auch unterschiedliche Bezeichnungen aus. Suchen nach „Zahnarztpraxis“, „Kieferorthopädie“ und „Zahnklinik“ liefern zum Teil unterschiedliche Unternehmen – die Kombination aller drei zeigt die tatsächliche Marktabdeckung.
- Branche: Dienstleistungsname, Produktkategorie oder ähnliche Branchenbezeichnung
- Standort: beginnen Sie auf Stadtteilebene, erweitern Sie später auf die gesamte Stadt
- Qualitätsmerkmal: Bewertung, Anzahl der Rezensionen, Vorhandensein einer Website
Daten sammeln und Duplikate bereinigen
Beim Ausführen der Suche werden Felder wie Firmenname, Adresse, Telefonnummer, Website, Bewertung und Anzahl der Rezensionen in einer Tabelle zusammengefasst. Die wichtigste Aufgabe an dieser Stelle ist die Deduplizierung: Dasselbe Unternehmen kann unter leicht abweichender Schreibweise mehrfach gelistet sein.
Scalino filtert bereits zuvor innerhalb derselben Organisation erfasste Einträge automatisch heraus – so kontaktiert Ihr Team dasselbe Unternehmen nicht zweimal und schadet nicht dem Markenimage.
Machen Sie die Liste vertriebsfertig
Eine Rohliste ist noch kein Vertriebsasset. Entfernen Sie zunächst nicht bearbeitbare Einträge: Unternehmen ohne Telefonnummer, dauerhaft geschlossene Standorte, Filialen von Ketten. Priorisieren Sie anschließend die verbleibenden Einträge.
Eine praktische Priorisierungsregel: Unternehmen ohne Website, aber mit vielen Rezensionen sind das heißeste Segment für digitale Dienstleistungen; Unternehmen mit niedriger Bewertung und wenigen Rezensionen eignen sich am besten für Reputationsmanagement-Angebote.
- Verschieben Sie Einträge mit fehlender Telefonnummer/Website in einen separaten Reiter
- Bilden Sie A/B/C-Segmente nach Anzahl der Rezensionen
- Legen Sie den ersten Kontaktkanal je nach Segment fest (Telefon, E-Mail, Besuch)
Übertragen Sie die Liste ins CRM oder in Google Sheets
Der Wert einer Liste entsteht erst, wenn das Team sie nutzen kann. Per CSV- oder Excel-Export können Sie sie in Ihr bestehendes CRM laden; mit der Google-Sheets-Synchronisation landet das Ergebnis jeder neuen Suche automatisch in der gemeinsam genutzten Tabelle Ihres Teams.
Häufig gestellte Fragen
Ist es legal, Leads aus Google Maps zu sammeln?
Öffentlich zugängliche Unternehmensinformationen auf Google Maps (Name, Adresse, Telefonnummer, Website) dürfen für die geschäftliche Kontaktaufnahme genutzt werden. Dennoch müssen Sie die geltenden Vorschriften zu kommerzieller elektronischer Kommunikation und Datenschutz (in der EU insbesondere DSGVO und UWG/ePrivacy-Regelungen) einhalten.
Wie viele Ergebnisse erhalte ich bei einer Suche?
Die Anzahl der Ergebnisse hängt von der Dichte der Branche und der Größe des gewählten Standorts ab. Die Kombination mehrerer stadtteilweiser Suchen liefert mehr und sauberere Ergebnisse als eine einzige Suche über die gesamte Stadt.
